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Vaja blockt ab!

Nun als Medienfuzzi lese ich öfter mal was Vaja so blockt… mal aus dem Süden, aus Brasilien oder den Stadtteilen der Stadtmusikantenstadt…

Immer wieder trifft man auf diese Vajas. Die Ersten sind irgendwann in den 90zigern aufgetaucht, damals noch verloren an der Hochschule. Sie wussten genauso wenig wohin, wie ich… man sprach mal miteinander, mal tags, mal abends… mal musste ein wenig Alkohol helfen. Z.B. damals im späteren Einsatzgebiet der kleinen Brüder… Kattenturm… es war eine kleine 2Raum Wohnung mit automatischen Flugzeugzähler… ein Bett, ein altes Sofa, eine kleine Küche, eine Flasche Sambuca, ein Auflauf auf dem Tisch… danach vorbildlich mit dem Rad in den Beatclub, da der spätere Vaja eine Frau treffen wollte… An dieser Stelle soll verschwiegen werden, dass der Autor Standprobleme beim Tanzen hatte, aber das lag am Sambuca… jedenfalls holte sich der große Vaja die kleinere Frau und ließ sie nicht mehr los. Jetzt ist es ein Einfamilienhaus geworden. Die Haare und die Rockarena wurde auf ein 1qm mit Kopfhörer gestutzt… obwohl, es soll wieder gitarrenlastige Konzerte geben…

Ein anderer Vaja holte sich seine Frau gleich aus dem Studium. Keine Ahnung, wie es ging, wer den ersten Schritt machte. Heute taucht er immer wieder in Veranstaltungen auf. Dort fällt er auf, in dem er während den Vorträgen die meisten Fragen stellt (versteht er so wenig, braucht er die Bestätigung oder die Aufmerksamkeit???). Manchmal haut er sogar Jokes raus, die der Referent später selber bringen will… Jetzt versucht er sogar aufsuchende akzeptierende Arbeit in Filmen zu praktizieren.

In den letzten Jahren tauchten dann immer mehr Vajas auf… Eine setzte sich in eine Veranstaltung und grinste einfach charmant herum. Sie sprach mit dem Referenten und ließ sich auf nächtlichen Begegnungen im „Metallbereich“ nicht von den Geschichten und den multiplen Persönlichkeiten stören… Gespräche und Abende später stellte ich fest, dass sie sich gut führen ließ. Die Eule rief und sie bewegte sich im Viervierteltakt im Gleichschritt… Im Contest „Latte“ verlor sie mit Würde und auch das Kochduell beendete sie mit den Worten „Schneide Angeber“. Auf einer gemeinsamen Ausfahrt in die Hauptstadt versuchte ich ihr noch mal die deutsche Geschichte näher zu bringen… sie bekam kurz hinter Wolfsburg im Zug eine Banane. Sie hat mich auch eines Nachts mal abgeschossen… es war ein Getränk oder mehr im Wohnzimmer. Jedenfalls wurde sie bei der aufsuchenden Arbeit pro Meile bezahlt… Nach was werden die anderen eigentlich bezahlt??? Silben, Treffen, Wiedereingliederungen, Zeitungsartikeln oder CenterTV-Auftritten?

Es gibt auch diese Art von Vaja… seine Freundlichkeit am Telefon ist unübertroffen. Er gibt das Telefon einfach weiter… er ist gestresst, wenn man ihn stört… er leidet über sein mangelnden Platz im Vajaland. Obwohl er hat eine Schwarz-Grüne Fahne gehisst… Letztes Jahr war er wenigstens am Montagabend glücklich, aber jetzt gibt es selten Anlass… Aber warum lässt er es an Menschen aus, die Geld für Projekte mitbringen und sie dann lieber diese Projekte mit einem charmant lächelnden Vaja machen. Seine Grammatik soll so gut sein und er achtet auf jeden kleinen Fehler. Soll man ihn den Fehlerteufel-Vaja nennen? (nee, Namenserfindung ist auch eine Sache, die bei dem ersten genannten Vaja angesiedelt ist… dafür nochmal an dieser Stelle Respekt!) . Dieser Fehlerteufel-Vaja ist auf keinen Fall für das Zelten geeignet. Zeltaufbau ist gar nichts für ihn. Er kommt erst nicht in Gang und wenn das Zelt steht – von 2 Kollegen aufgebaut-, dann lässt er sich wie ein Bergsteiger davor fotografieren und liegt am längsten drin. Morgens kommt er nicht in Gang und wenn das Zelt verpackt ist, erklärt er sich bereit anzupacken…

Die Thematik „Gruppe“ muss mit diesem Vaja auch noch bearbeitet werden. Die Gruppe war auf Ausflug… 90 % waren zusammen unterwegs… nur einer war lieber mit seinen potenten Metallfreunden unterwegs und es war ihm egal, ob wir uns langweilten, nichts zu sprechen hatten oder jemand sich zum Elvis macht.

Andere Tage tauchen in den gastronomischen Betrieben der Hansestadt mehrere Vajas auf. Sie wollen dann alle Spaß haben und glaubten sogar, dass Gästezimmer für sie da sind und machten diese und andere Räume zu ihren… Ein normales Verhalten von jungen Menschen, die keine Treffpunkte haben und sich von der Gesellschaft nicht integriert fühlen…

Die Fachwelt sollte überlegen, ob es Handlungsempfehlungen geben sollte oder alle sich mal wieder einfach eine Auszeit nehmen und das Gespräch suchen sollten…

Jedenfalls geht es im 6. Stock zu wie in einem Bienenstock, ständig ist ein Kommen und Gehen. Alle wollen von der Königin ein Ohr oder ein Wort. Die Belegung erinnert eher an die Wohnungsnot nach dem Krieg… es ist kein Wunder, dass niemand Rost ansetzt, wenn kein Platz ist…

Auf erfolgreiche Zusammenarbeit weiterhin und interessante gemeinsame Projekte und schönes Adventsliedersingen…

Veröffentlicht am 4.Dezember 2008 um 10:09 im Straßenblog unter der Kategorie Gastbeiträge

Kommentare

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Lieber Herr G.

Da fällt mir nur eines zu ein! Zuerst einmal:….häääääää?….und dann:

das fanatische orchester

der dirigent hebt den stab
das orchester schwingt die instrumente

der dirigent öffnet die lippen
das orchester stimmt ein wutgeheul an

der dirigent klopft mit dem stab
das orchester zerdrischt die instrumente

der dirigent breitet die arme aus
das orchester flattert im raum

der dirigent senkt den kopf
das orchester wühlt im boden

der dirigent schwitzt
das orchester kämpft mit tosenden wassermassen

der dirigent blickt nach oben
das orchester rast gegen himmel

der dirigent steht im flammen
das orchester bricht glühend zusammen

(-Ernst Jandl, die bearbeitung der mütze)

In diesem Sinne und hoch die Bierdeckel…..

hm wollte telsen mit vaja nur zeitpunkt jetzt 15uhr sonntag schlecht gewählt….no ich meld mich eh….und gegen waow so ab und zu….und da wäre noch was wegen Wal- h – sen….hduel momo